Herpes

Erreger sind die weitverbreitetn Herpes-Simplex Viren (HSV), die sehr leicht übertragbar sind - vorallem beim Sex und beim Küssen. Typ 1 befällt vorallem den Mund, Typ 2 den Genital- und Analbereich. Nach der Erstinfektion bleiben die Viren im Körper und können in Belastungssituaten wieder aktiv werden (z.B. Ekel, Stress, Fieber, starke Sonne, andere Infektionen, Imunschwäche usw.).

Symptome und Verlauf

Typische Krankheitszeichen sind Jucken, Brennen und Kribbeln an der betroffenen Stelle, später dann schmerzhafte Bläschen, die schließlich aufplatzen und kleine Geschwüre hinterlassen. Möglich sind auch geschwollene Lymphknoten und allgemeine Krankheitszeichen wie Kopf- und Gliederschmerzen oder leichtes Fieber.

Bei HIV-Infizierten sind die Bläschen über größere Bereiche ausgebreitet, bei stark geschwächtem Imunsystem kann es auch zu lebensbedrohlichem Befall andere Organe kommen. Offene Herpesbläschen/Herpesgeschwüre können "Eintrittspforte" für andere Erreger sein (z.B. HIV), und bei Positiven enthalten sie HIV in hoher Konzentration - das HIV-Risiko für andere ist erhöht.

Übertragung

Bei direktem Kontakt mit offenen Bläschen/Geschwüren besteht ein hohes Ansteckungsrisiko. Herpes kann auch vom Genital-/Analbereich auf den Mund/Rachen übertragen werden und umgekehrt.

Vorbeugung

Herpes ist sehr leicht übertragbar, einen sicheren Schutz gibt es nicht. Safersex (Kondome) und die Vermeidung von Kontakt mit Herpesgeschwüren verringern das Infektionsrisiko.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose erfolgt über die typischen Krankheitszeichen. Eine Entfernung der Viren aus dem Körper ist nicht möglich. Mit Medikamenten kann man aber die Virusvermehrung hemmen und die Symptome behandeln.

Bei häufigen Herpesausbrüchen (z.B. bei Imunschwäche) kann eine Dauereinnahme von niedrigdosierten Herpesmedikamenten sinnvoll sein.


Quelle:
"Sexuell Übertragbare Krankheiten Infos für Männer, die Sex mit Männern haben"
Broschüre der "Deutsche AIDS-Hilfe e.V., Berlin
www.aidshilfe.de